Fachbegriffe

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A

Akupuntur                                                                                                                                                                Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Aus Sicht der TCM zirkulieren Lebensenergien des Körpers (Qi) auf definierten Längsbahnen, den Meridianen. Auf diesen liegen Punkte, über die die Energie im Körper reguliert werden kann.

Androgene
Männliche Hormone

Array-CGH                                                                                                                                                                           Die Array-CGH ist eine molekulargenetische Untersuchungsmethode, mit welcher das gesamte Genom auf das Vorliegen von Veränderungen untersucht werden kann.

Assisted Hatching                                                                                                                                                    "Schlüpfhilfe" für den Embryo; bei einer verdickten Zona Pellucida oder nach dem Auftauen von Embryonen kann man mittels Laser ein kleines Loch in die Zona  Pellucida schneiden, so dass der Embryo leichter aus der Hülle schlüpfen kann um sich einzunisten.

Antagonist
siehe GnRH-Antagonist

Antikörper
Eiweißmolekül der Körperabwehr, welches Körperfremdes erkennt, markiert und unschädlich macht.

B

Basaltemperatur
Körpertemperatur nach dem Aufwachen, aber vor dem Aufstehen.

Biopsie
Gewebeentnahme (siehe TESE)

C

Cervixfaktor
Der Gebärmutterhals (Cervix) produziert vor dem Eisprung den Cervixschleim, welcher für das Überleben und die weitere Fortbewegung der Spermien hilfreich ist.

Chlamydien
Bakterienart, die häufig die Geschlechtsorgane befällt.

Chromosomenanomalie
Schädigung der Erbanlagen

Corpus luteum
Gelbkörper, der nach dem Eisprung, aus den Resten des Follikels entsteht und das weibliche Geschlechtshormon Progesteron bildet.

D

Down-Regulation
Verminderung der FSH- und LH-Ausschüttung aus der Hypophyse durch GnRH-Analoga.

E

Einnistungscuretteage oder Endometrium Drilling: nicht zu verwechseln mit einer richtigen Curettage. Hier wird noch vor Beginn der Stimulation und vor dem Eintritt der Monatsblutung in der zweiten Hälfte des Vorzyklus ein kleiner Reiz an der Gebärmutterschleimhaut gesetzt. Die Schleimhaut wird angeritzt oder nur ganz wenig entnommen. Im darauffolgenden Zyklus (Stimulationszyklus) ist die Schleimhaut meist höher und besser geschichtet.

Ejakulation
Samenerguß

Embryo
Eizelle nach dem Verschmelzen des Zellkerns mit dem Samen bis zum dritten Schwangerschaftsmonat.

EmbryoGlue®: erhöht die Wahrscheinlichkeit der Implantation des Embryos in die Gebärmutter. EmbryoGlue® ist mit Kohlehydraten und Aminosäuren angereichert, um den Embryo während des Transfers und der Implantation zu unterstützen. Es enthält eine verhältnismäßig hohe Konzentration an Hyaluronsäure und rekombinantem Albumin.

Embryotransfer
Übertragung einer Eizelle in die Gebärmutter nach Befruchtung außerhalb des Körpers.

Endometriose
Unter Endiometriose versteht man das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Bauchfell, Eierstock, Eileiter). Die Endometriose kann durch Verwachsungen eine tubare Sterilität verursachen, wird jedoch bei Sterilitätspatientinnen auch ohne Eileiterverschluß häufig beobachtet.

F

Fötus
Bezeichnung der Frucht im Mutterleib ab dem 4.Schwangerschaftsmonat.

Follikel
Eibläschen, in dem sich die Eizellen während des Wachstums und der Reifung befinden.

Follikelpunktion
Entnahme von reifen Eizellen aus den Eierstöcken.

Follitropin
Hochreines, biotechnologisch hergestelltes FSH

Fremdsamenbehandlung
Bei vollständiger Zeugungsunfähigkeit des Ehemannes kann mit Fremdsamen eine Insemination durchgeführt werden. Als Fremdsamen dient die tiefgefrorene Samenprobe eines zeugungsfähigen Mannes (Samenspender), der auf infektiöse Krankheiten wie HIV, Hepatitis getestet wird.

FSH
Follikelstimulierendes Hormon, das Wachstum und Entwicklung der Eizellen fördert.

G

GnRH
Gonadotropin-Releasing-Hormone; Freisetzungshormon des Hypothalamus, das die Ausschüttung von FSH und LH bewirkt.

GnRH-Agonist
Arzneimittelwirkstoff, der zur Unterdrückung der Ausschüttung von FSH und LH durch die Hypophyse führt.

GnRH-Antagonist
Arzneimittelwirkstoff, der direkt die Ausschüttung von FSH und LH durch die Hypophyse verhindert.

H

 hCG
Humanes Choriongonadotropin, das für die Aufrechterhaltung des Gelbkörpers sorgt und bei der medizinisch unterstützten Befruchtung zur Auslösung des Eisprunges verwendet wird.

Hypophyse
Hirnanhangdrüse, die die Fruchtbarkeitshormone FSH und LH ausschüttet.

Hypothalamus
Mittelhirn; übergeordnete Steuerungszentrale des Monatszyklus.

Halo - Test   Samentest zur Bestimmung der DNA - Fragmentierung; diese wird als DFI  (DNA Fragmentations Index)  angegeben: 0-15%: normal, 15 - 30 %: eingeschränkte Fertilität, 30%: stark eingeschränkte Fertilität.

I

ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion)
Nach der Eizellgewinnung werden die Eizellen vorbereitet und unter mikroskopischer Sicht mit einer Haltepipette fixiert. Eine einzige Samenzelle wird in die dünne Injektionspipette aufgezogen, die Pipette in die Eizelle eingeführt und das Spermium in die Eizelle injiziert. 

ICSI - TESE
Bei vollständigem Fehlen von Samenfäden in der gewonnenen Samenprobe können Spermien direkt aus dem Hodengewebe entnommen werden. Die Gewebeentnahme kann ambulant unter örtlicher Betäubung erfolgen. Anschließend wird die Gewebeprobe in unserem Labor aufgearbeitet und entweder sofort zur Mikroinjektion eingesetzt oder eingefroren.

IMSI: Morphologisch selektierte Spermieninjektion; die Spermien werden mit Hilfe von speziellen Einrichtungen am ICSI - Mikroskop bei 6000-facher Vergrößerung beurteilt. Dann wird das selektierte Spermium wie bei der ICSI -Methode in die Eizelle injiziert.

Immunsystem
Organe, Zellen und Eiweißkörper, die die Körperabwehr bilden.

Implantation
Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.

Infektionsblut                                                                                                                                                                      vor einer IVF-Behandlung wir dem Paar Blut abgenommen und auf folgende Infektionsparameter überprüft: Hepatitis B und C, HIV, TPHA. Dies dient zum eigenen Schutz, zumn Schutz des Kindes und zum Schutz der anderen im selben Institut behandelten Patienten.

Insemination IUI:
Bei der Insemination werden aufbereitete Samenzellen mit Hilfe eines dünnen Katheters in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Die Methode wird am Tag des Eisprungs durchgeführt.

homologe IUI: der Samen des eigenen Partners wird in die Gebärmutter übertragen.

heterologe IUI: Verwendung von sorgfältig untersuchten Samen von Samenspendern für die Insemination. 

IVF (In-vitro-Fertilisation = extracorporale Befruchtung)
Bei der IVF werden der Frau Eizellen entnommen und außerhalb des Körpers kultiviert. Die Eizellen werden mit den Samenzellen des Mannes zusammengeführt. Einen Tag nach der Eizellgewinnung wird das Eintreten der Befruchtung geprüft. Die ersten Teilungen der Eizellen erfolgen in den nächsten 24 Stunden. Die Embryonen werden in der Regel 3-5 Tage nach der Eizellgewinnung in die Gebärmutter übertragen.

J

K

Kryokonservierung
In einem Zyklus ist die Übertragung von meist 1-2 ( maximal 3) Embryonen erlaubt. Bei uns im Institut werden Blastocysten mit Hilfe des Vitrifikations - Verfahrens kryokonserviert. Durch die Kryokonservierung und die damit verbundene Möglichkeit eines Kryoembryotransfers kann eine erneute Stimulation und Punktion vermieden werden. Nicht alle eingefrorenen Embryonen überleben jedoch das Wiederauftauen. Die Schwangerschaftsrate liegt ca. 5% niedriger als bei einem Transfer von frischen Embryonen. Es können auch Eizellen kryokonserviert werden, die erst nach dem Auftauen mit einer Samenzelle vereint werden, so wie Ejakulatproben und Hodengewebe.

 

L

Laparoskopie
Bauchspiegelung

LH
Luteinisierendes Hormon, das in der Zyklusmitte zum Eisprung führt.

M

Masturbation
Herbeiführen eines Orgasmus. Bei der Kinderwunschbehandlung wird so der Samen des Mannes gewonnen.

Mehrlingsschwangerschaft
Eine Mehrlingsschwangerschaft tritt bei 10 - 20% aller IVF- bzw. ICSI-Schwangerschaften auf. Bei der Übertragung von 3 Embryonen berichtet das Deutsche IVF-Register von 15% Zwillingen und 4 - 5% Drillingen. Eine Drillingschwangerschaft bedeutet in jedem Fall eine Hochrisikoschwangerschaft, die durch eine Frühgeburt vor der 30. Schwangerschaftswoche eine extreme Unreife der geborenen Kinder zur Folge haben kann.

Im Institut Sterignost haben wir eine der höchsten Raten an SET´s (single embryo transfers) in Österreich. Wir versuchen durch den Transfer vom nur einem Embryo die Zahl der Zwillinge und der damit verbundenen Risikoschwangerschaften zu reduzieren. 2010 ist uns dies schon sehr gut gelungen. Unsere Zwillingsrate ist gesunken, unsere hohe Schwangerschaftsrate haben wir trotzdem gehalten.

Menotropin
FSH und LH, das aus dem Urin von Frauen in den Wechseljahren hergestellt wird.

Menstruation
Monatsblutung

ICSI - MESA
Die Spermien werden mittels ultraschall-kontrollierter Aspiration direkt aus dem Nebenhoden oder Hoden entnommen. Der Eingriff erfolgt unter leichter Narkose.

Mikro-Injektion
siehe Intracytoplasmatische Spermien- injektion (ICSI)

N

O

Östrogene
Weibliche Geschlechtshormone, die den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und die Verflüssigung des Gebärmutterhalsschleims bewirken.

Ovar
Eierstock

Ovulation (Eisprung)
Das Heranreifen der Eizelle beginnt in dem Eierstock mit der Regelblutung. In der Zyklusmitte platzt das Eibläschen und die befruchtungsfähige Eizelle wird vom Fimbrientrichter des Eileiters aufgenommen. In dem natürlichen Zyklus reift meistens ein Eibläschen (Follikel) heran, in stimulierten Zyklen können sich auch mehrere Eizellen entwickeln.

P

PGD                                                                                                                                                                         Preimplantation genetic diagnosis : Untersuchungen, die dazu dienen, bei einem durch in-vitro-Fertilisation erzeugten Embryo bestimmte Erbkrankheiten und Veränderungen an den Chromosomen vor der Implantation zu erkennen. 

PGS                                                                                                                                                                               Preimplantation genetic screening: genetische Untersuchung von Embryonen aufgrund des höheren Alters der Mutter.

pICSI - Dish                                                                                                                                                                        hier werden bei einer ICSI Spermien neben morphologischen Kriterien auch noch nach ihrem Reifegrad ausgewählt. Die Morphologie ist nicht gleich zu setzen mit der Funktionalität und dem Reifegrad von Spermien, daher können unter Umständen morphologisch schöne Spermien  "unreif" sein. Mit Hilfe der Hyaluronsäure in einem speziellen pICSI-Dish können in nicht - invasiver Form reife motile Spermien gesammelt werden, die nach der Morphologiekontrolle direkt in die Eizelle injiziert werden.

physiological ICSI: ähnlich wie bei einem pICSI-Dish suchen wir die Spermien in einem mit Hyaluronsäure angereichertem Medium wieder nach den Kriterien Reifegrad, Motilität und Morphologie bei 400 - facher (ICSI) oder 6000 - facher ( IMSI) aus, immobilisieren dieses Spermium aber direkt im Medium und verwenden kein PVP (polyvinylpyrrolidone).

Plazenta
Mutterkuchen; sorgt für die Ernährung des Fetus und produziert Hormone, die die Schwangerschaft aufrechterhalten.

Postcoitaltest
7-10 Stunden nach Geschlechtsverkehr wird das Überleben und die Beweglichkeit der Samenzellen in dem Gebärmutterhalsschleim untersucht.

Progesteron
Gelbkörperhormon; bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines Embryos vor und hält eine Schwangerschaft aufrecht.

Prolaktin
Hormon aus der Hypophyse, das für die Milchbildung nach der Geburt verantwortlich ist. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann die Ursache von Unfruchtbarkeit sein.

Punktion
Die Eizellen werden durch eine ultraschallkontrollierte, transvaginale Punktion aus dem Eierstock gewonnen. Die Ultraschallsonde ist mit einer Punktionsvorrichtung aufgerüstet, und eine dünne Punktionsnadel wird unter Bildkontrolle in die Eibläschen eingeführt. Die Flüssigkeit aus den Eibläschen wird abgesaugt und sofort unter mikroskopischer Sicht auf das Vorhandensein von Eizellen untersucht. Der Eingriff erfolgt meist in Kurznarkose.

Q, R

S

Seminalplasma                                                                                                                                                                  Teil des Ejakulats ohne Spermien; besteht  aus Sekreten der akzessorischen Geschlechtsdrüsen. Durch Zentrifugation im Labor werden die Spermien vom Seminalplasma getrennt.

Seminalplasma Spülung                                                                                                                                                  bei wiederholtem Einnistungsversagen (schöne Embryonen, schöne Schleimhaut, aber keine Implantation) kann das Einbringen von Seminalplasma des Partners in den Gebärmuttehals der Frau gleich nach der Follikelpunktion die Schwangerschatfsrate erhöhen.

SET: Single Embryo Transfer                                                                                                                                         es wird beim Embryotransfer nur ein Embryo zurück in die Gebärmutterhöhle gegeben; so kommt es im Normalfall zu keiner Mehrlingsschwangerschaft.

Social Freezing                                                                                                                                                                junge Frauen, die ihren Partner fürs Leben noch nicht gefunden haben, oder den Kinderwunsch auf einen späteren Zeitpunkt in ihrem Leben verschieben wollen, können rechtzeitig ihre jungen Eizellen einfrieren, um ihre Chancen auf ein genetisch eigenes Kind später im Leben zu erhöhen.

Spermium/Spermien
Männliche Samenzellen

Spermiogramm
Untersuchung einer Samenprobe auf Anzahl, Beweglichkeit, Fehlformrate und Überleben der Samenzellen. Häufig werden mikrobiologische Tests, biochemische Parameter der Samenflüssigkeit und biologische Eigenschaften der Samenzellen untersucht, um Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit des Mannes zu ziehen

Spontanzyklus                                                                                                                                                                  die Entnahme einer Eizelle aus dem Eierstock im normalen Zyklus einer Frau zum gemessenen Zeitpunkt der Ovulation; es wird entweder garnicht oder sehr gering stimuliert.

Spontanabort
Etwa 20 - 25% der Schwangerschaften enden in den ersten 3 Monaten. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Häufig handelt es sich um den natürlichen Selektionsmechanismus von genetisch nicht gesunden Embryonen.

Sterilisation
Durchtrennung der Eileiter bei der Frau oder der Samenwege des Mannes zur Schwangerschaftsverhütung

Stimulationstherapie
Die Stimulationstherapie kann das fehlende Heranreifen des Eibläschens fördern und auch eine gleichzeitige Entwicklung von mehreren Eibläschen bewirken. Letzteres ist das Ziel bei IVF oder ICSI. Zur Stimulation werden unterschiedliche Medikamente wie Tabletten oder Injektionspräparate eingesetzt.

Männliche Subfertilität
Das Ausmaß der eingeschränkten Zeugungsfähigkeit des Mannes kann sehr unterschiedlich sein, von der minimalen Einschränkung bis zur hochgradigen Beeinträchtigung.

T

TESE
Testikuläre Spermienextraktion; Entnahme von Hodengewebe zur Gewinnung von Spermien. Die TESE wird in Vollnarkose im Krankenhaus durchgeführt.

TESA Testikuläre Spermienaspiration; mit einer dünnen Nadel wird Samenflüssigkeit direkt aus dem Hoden  aspiriert. Diese Methode kann ambulant durchgeführt werden.

Testosteron
männliches Geschlechtshormon, das die Spermienbildung und -reifung fördert

TSH
Schilddrüsenhormon

TUNEL-Test (terminal deoxynucleotidyl transferasemediated dUDP nick-end labeling)
Samenstest zur Bestimmung der DNA-Fragmentierung; bei hohen Werten ist die Befruchtungsfähigkeit stark eingeschränkt.

U

Uterus
Gebärmutter

Überstimulationssyndrom ( OHSS)
Hierunter versteht man die Vergrößerung der Eierstöcke infolge der Stimulationstherapie, verbunden mit Wassereinlagerung in der Bauchhöhle, Aufblähung, Übelkeit und Atemnot. Eine stationäre Behandlung ist gelegentlich notwendig.

V

Varikozele
Krampfader am Hoden

W, X, Y

Z

Zyste
Mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum