Beim Mann wird eine Samenprobe auf Anzahl, Beweglichkeit, Morphologie und Überlebensrate der Samenzellen untersucht. Häufig werden mikrobiologische Tests gemacht, um biochemische Parameter der Samenflüssigkeit und biologische Eigenschaften der Samenzellen festzustellen und daraus Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit des Mannes zu ziehen.
Ausschlaggebend für die Beurteilung der männlichen Zeugungsfähigkeit ist die Erstellung solcher aussagekräftiger Spermiogramme. Auch wenn bereits bei einem anderen Fachkollegen Untersuchungen durchgeführt wurden, müssen wir meistens wegen der Festlegung der Therapie in unserem Labor eine eigene Kontrolle durchführen.
Die Samengewinnung, die dafür erforderlich ist, erfolgt entweder in einem Raum der Praxis oder auch zu Hause. Weitere Information über Karenzzeit und Transport der Samenprobe erfahren Sie von unseren MitarbeiterInnen.
Der TUNEL-Test (terminal deoxynucleotidyl transferasemediated dUDP nick-end labeling) und der Halo - Test sind Samentests, mit denen die Befruchtungsfähigkeit der Spermien bestimmt wird. In einem herkömmlichen Spermiogramm werden nur die Morphologie, Motilität und Quantität der Spermien in einem Ejakulat analysiert. Nach Aufbereitung des Ejakulats mit dem Halo - oder Tunel Test schaut man quasi ins Spermium hinein. Die DNA der Spermien wird auf Strangbrüche untersucht.
Der Prozentsatz an DNA - Strangbrüchen wird als DFI ( DNA - Fragmentations Index) angegeben. Ein DFI von 0-15% gilt als normal, 15-30% bedeutet eine leicht eingeschränkte Fertilität, ab 30% ist die Fertilität stark eingeschränkt. Vor allem bei guten Spermiogrammen und idiopathischer Sterilität könnte der DFI eine mögliche Erklärung liefern, warum bis dato der Kinderwunsch unerfüllt geblieben ist.
Sterignost ist das einzige Institut in Österreich, das den TUNEL-Test anwendet und anbietet. Unsere klinische Embryologin Sarah Steiner besuchte 2008 einen Kurs an der med. Uni. in Barcelona, wo ihr der Halo Test von den entwickelnden Wissenschaftern selbst gezeigt wurde. .