Fortpflanzungsvorsorge gibt zusätzliche Perspektiven für Kinderwunsch.
Die Möglichkeit, Eizellen einzufrieren, gibt Frauen im späteren Alter und auch bei Krebserkrankungen größere Chancen auf genetisch eigene Kinder. In Österreich berät und behandelt das Klagenfurter Institut Sterignost als erstes Institut in diesem Bereich.
Bei Frauen tickt die biologische Uhr anders! Der Mann produziert bis zu seinem 70. Geburtstag funktionelle Spermien, Frauen ab 40 aber haben größte Schwierigkeiten schwanger zu werden.
Spermien werden schon seit über 50 Jahren erfolgreich kryokonserviert. Die sensible Eizelle jedoch mit ihren fragilen inneren Strukturen, deren Cytoskelett ganz verletzlich gegenüber Eiskristallbildung ist, ist eine delikate Angelegenheit. Die Forschung hat aber inzwischen mit dem Einfrieren und Auftauen von Eizellen ein weites Tor für künstliche Befruchtung aufgetan.
Ab 40 wird es normalerweise für Frauen schwer, natürlich schwanger zu werden. Darüber hinaus steigt das Abortrisiko und chromosomale Abnormalitäten häufen sich. Die Frau selbst aber kann bei der heutigen Lebenserwartung davon ausgehen, weitere 30 bis 40 Jahre in guter Gesundheit zu leben.
„Social Freezing", ist ein vorsorgliches Einfrieren von Eizellen für eine spätere Befruchtung. Diese neue Chance der Fertilisation gibt vielen Frauen zusätzliche Perspektiven bei der Frage, bis in welches Alter eine Schwangerschaft noch möglich ist.
Diejenigen, die noch auf der Suche nach dem Lebenspartner und Kindesvater sind, können jetzt auf die Hilfe der Fertilitätsmediziner setzen. Vor allem Frauen ab 30 - 35 Jahren entschließen sich für diese ethisch vertretbare Variante einmal doch ein genetisch eigenes Kind in den Händen zu halten.
Die Möglichkeit rechtzeitig Eizellen einzufrieren bietet auch eine adäquate Hilfsmaßnahme bei unterschiedlichen Problemen. Junge Single-Frauen, die kurz vor einer Chemotherapie stehen, bewahren sich durch die Kryokonservierung ihrer Eizellen vor Beginn der Therapie die Möglichkeit, einmal ein genetisch eigenes Kind zu bekommen.
Mitunter entscheiden sich In Vitro Fertilisation-Patienten auch aus anderen Gründen, z.B. ethischen oder religiösen Gründen dazu, lieber unbefruchtete Eizellen einzufrieren, als Embryonen.