In den meisten Fällen beginnt die Behandlung in der zweiten Zyklushälfte vor dem eigentlichen Stimulationsbeginn. Durch die Gabe bestimmter Medikamente, sogenannter GnRH-Analoga, wird vorübergehend die körpereigene Produktion an Fruchtbarkeitshormonen reduziert. Wir nennen diesen Vorgang Down-Regulation. Damit läßt sich der Stimulationszyklus besser steuern. Ein möglicherweise vorzeitiger Eisprung wird verhindert. Zusätzlich kann der optimale Zeitpunkt für die Auslösung des Eisprungs gewählt werden.
Diese Methode ist weltweit seit vielen Jahren im Einsatz und hat zu einem deutlichen Rückgang der abgebrochenen Behandlungszyklen geführt.
Oft verwenden wir als Vorbehandlung auch die Anti-Baby-Pille. Sie verhindert Zystenbildung und führt zu einer besseren Ruhigstellung der Eierstöcke.
Eine Neuentwicklung ist die Verwendung von GnRH-Antagonisten. Nach Vorbehandlung mit der Anti-Baby-Pille wird die Stimulierung am 2. Zyklustag begonnen und der Antagonist bei einer gewissen Größe der Eibläschen nach unserer Anleitung gespritzt.
Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt sollten Sie zu Beginn des Zyklus telefonischen Kontakt mit der jeweiligen Praxis aufnehmen und sich einen Termin für die Down-Regulation geben lassen. Mit der Down-Regulation wird in der Regel zwischen dem 18. und 23. Zyklustag (Long Protokoll) oder am ersten Blutungstag des Stimulationszyklus (Short Protokoll) begonnen.
Bitte rufen Sie zu Beginn des Stimulationszyklus in der jeweiligen Praxis an, auch dann, wenn die Blutung zum erwarteten Zeitpunkt ausbleibt. Um den Erfolg der Down-Regulation zu kontrollieren, ist manchmal noch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Hormonbestimmung notwendig.