Modernste wissenschaftliche Methoden und Techniken

Spontanzyklus, Calcium-Ionophor, Assisted Hatching, pICSI, IMSI, Seminalplasmaspülung, HALO-Test, SET und Co.

 

im Vorfeld:

Spermiogramm: Sterignost ist das erste IVF-Institut in Österreich, das den TUNEL-Test einsetzt. Dieser Spermientest zeigt die DNA-Fragmentierung an: Bei erhöhter Fragmentationsrate ist die Fertilität eingeschränkt und es sollte eine Vitamingabe erfolgen. Bessern sich die Werte nicht, wird eine IMSI durchgeführt. Seit 2009 bieten wir auch den HALO - Test an, mit welchem ebenfalls der DFI ( DNA Fragmentations Index) ermittelt wird.

DFI  ( DNA Fragmentation Index): 0-15% sind normal, 15 - 30 % bedeuten eine eingeschränkte Fertilität, über 30% bedeuten, das die Fertilität stark eingeschränkt ist.

bei niedrigem Endometrium: natürliche Wirkstoffe in der Ananas Frucht können den Aufbau des Endometriums verbessern. Am Beginn des Zyklus täglich eine frische Ananas verzehren, wenn sie diese gut vertragen.

 

bei der Befruchtung:

Calcium-Ionophor: wenn bei einer ICSI keine Eizelle befruchtet werden konnte, kann es daran liegen, dass die zur Befruchtung notwendigen Calcium Oszillationen in der Eizelle ausgeblieben sind. Diese werden normalerweise durch das Spermium ausgelöst. Mit Hilfe der Zugabe von Calcium - Ionophor nach der ICSI simuliert man künstlich diese Calcium Ausschüttung und eine Befruchtung kann stattfinden.

pICSI: die Auswahl der Spermien unter dem Mikroskop erfolgt aufgrund von morphologischen Kriterien. Die Morphologie ist aber nicht mit der Funktionalität oder dem Reifegrad gleichzusetzen. Daher können unter Umständen auch "unreife" Spermien ausgesucht werden. Mit Hilfe der Hyaluronsäure und einem speziellen pICSI-Dish können in nicht - invasiver Form reife motile Spermien gesammelt werden, die nach der Morphologiekontrolle direkt in die Eizelle injiziert werden. Spermien, die die Fähigkeit haben an Haluronsäure zu binden, haben auch weniger DNA - Strangbrüche.

physiological ICSI: bei einem physiological ICSI suchen wir die Spermien in einem mit Hyaluronsäure angereichertem Medium wieder nach den Kriterien Reifegrad, Motilität und Morphologie bei 400 - facher  ( ICSI) oder 6000facher ( IMSI) AUS, immobilisieren dieses Spermium aber direkt im Medium und verwenden kein PVP (polyvinylpyrrolidone).

IMSI: Die Intrazytoplasmische morphologisch selektierte Spermieninjektion (IMSI) erlaubt ein Screening der Spermien bei sehr hoher Vergrößerung ohne Färbung unter dem Mikroskop. Die Spermien werden mit Hilfe von speziellen Einrichtungen am ICSI - Mikroskop bei 6000-facher Vergrößerung beurteilt. Dann wird das selektierte Spermium wie bei der ICSI -Methode in die Eizelle injiziert. In Fällen wo das Ausmaß an DNA-Fragmentationen im Spermium besonders hoch war (–> TUNEL/HALO-Test), kann dies die Schwangerschaftsrate erhöhen.

Polkörperchendiagnostik: bei bestimmten Problemstellungen, bieten wir auch die Polkörperchendiagnostik an. Wir kooperieren mit der Universität Graz, die für uns die Polkörperchen der Eizelle mit Hilfe der modernen CGH  -Technik ( Comparative Genomic Hybridisation) analysiert. Diese molekulargenetische Untersuchungsmethode ermöglicht es, das gesamte Genom auf das Vorliegen von Veränderungen zu untersuchen.  Siehe: Polkörperchendiagnostik

 

für die Einnistung ( IMPLANTATION): die Einnistung des Embryos erfordert ein gutes Zusammenspiel von Embryo und Gebärmutterschleimhaut. 

Assisted Hatching: eine "Schlüpfhilfe" für den Embryo; bei einer verdickten Zona Pellucida oder nach dem Auftauen von Embryonen ( durch die Kryokonservierung kann es zu einer Verhärtung der Zona Pellucida kommen) kann man mittels Laser ein kleines Loch in die Zona  Pellucida schneiden, so dass der Embryo leichter aus der Hülle schlüpfen kann um sich einzunisten.

 

EmbryoGlue®: erhöht die Wahrscheinlichkeit der Implantation des Embryos in die Gebärmutter. EmbryoGlue® ist mit Kohlenhydraten und Aminosäuren angereichert, um den Embryo während des Transfers und der Implantation zu unterstützen. Es enthält eine verhältnismäßig hohe Konzentration an Hyaluronsäure und rekombinantes Albumin.

Information von Vitrolife:

 

Seminalplasma Spülung: das Seminalplasma ist der Teil des männlichen Ejakulats ohne Spermien;es besteht  aus Sekreten der akzessorischen Geschlechtsdrüsen. Durch Zentrifugation im Labor werden die Spermien vom Seminalplasma getrennt.

Bei wiederholtem Einnistungsversagen ( schöne Embryonen, schöne Schleimhaut, aber keine Implantation) kann das Einbringen von Seminalplasma des Partners in den Gebärmuttehals der Frau gleich nach der Follikelpunktion die Schwangerschatfsrate erhöhen. Die natürlichen Inhaltsstoffe des Seminalplasmas helfen der Gebärmutterschleimhaut sich besser auf die Einnistung vorzubereiten.

Dies haben in - wie ausländische Arbeitsgruppen festgestellt. Auch in unserem Institut konnten wir eine bis zu 10% höhere Schwangerschaftsrate nach Applikation einer Seminalplasmaspülung bei Frauen mit mind. 2 vorhergehenden Fehlversuchen und Embryonen guter Qualität beobachten.

Einnistungscuretteage: oder Endometrium Drilling: nicht zu verwechseln mit einer richtigen Curettage. Hier wird noch vor Beginn der Stimulation und vor dem Eintritt der Monatsblutung in der zweiten Hälfte des Vorzyklus ein kleiner Reiz an der Gebärmutterschleimhaut gesetzt. Die Schleimhaut wird angeritzt oder nur ganz wenig entnommen. Im darauffolgenden Zyklus (Stimulationszyklus) ist die Schleimhaut meist höher und besser geschichtet.

SET: der single embryo transfer, das Einsetzen von nur einem Embryo am Tag des Transfers, und die Kryokonservierung der überzähligen Embryonen, ist die Zukunft der IVF. Ziel ist es, die Zahl der Zwillings,-und vor allem Drillingsschwangerschaften in der IVF-Branche zu reduzieren, um weder Mutter noch Kind einer Risikoschwangerschaft auszusetzen. Mit Hilfe der Blastocystenkultur, die in Österreich erlaubt ist, ist die Auswahl des "optimalsten" Embryos erleichtert. Wir im Institut Sterignost transferieren zu einem hohen Prozentsatz nur einen Embryo und haben im Vergleich zum Durchschnitt der IVF-Institute in Österreich eine um 15% höhere Schwangerschaftsrate bei SET. 

 

Überzählige Embryonen und Eizellen:

Kryokonservierung
In einem Zyklus ist die Übertragung von meist 1-2 ( maximal 3) Embryonen erlaubt. Bei uns im Institut werden Blastocysten mit Hilfe des Vitrifikations - Verfahrens kryokonserviert. Durch die Kryokonservierung und die damit verbundene Möglichkeit eines Kryoembryotransfers kann eine erneute Stimulation und Punktion vermieden werden. Nicht alle eingefrorenen Embryonen überleben jedoch das Wiederauftauen. Die Schwangerschaftsrate liegt ca. 5% niedriger als bei einem Transfer von frischen Embryonen. Es können auch Eizellen kryokonserviert werden, die erst nach dem Auftauen mit einer Samenzelle vereint werden, so wie Ejakulatproben und Hodengewebe.

 

Social Freezing: siehe:  Social Freezing

Spontanzyklus: siehe: Spontanzyklus